Tuggen gewinnt erstmals bei Sense, verpasst aber Finaleinzug
Nach dem Hinkampf im Halbfinale der Swiss Wrestling Challenge League (NLB) war für die Ringerriege Tuggen klar, dass es ganz schwierig wird, noch in den Final einzuziehen. Die Märchler mussten sich in der heimischen Riedlandhalle der Ringerstaffel Sense mit 15:25 geschlagen geben und brauchten beinahe ein Wunder. Dieses blieb jedoch aus.
Trotz der grossen Hypothek aus dem Hinkampf reisten die Ringerriege Tuggen mit der bestmöglichen Mannschaft in den Kanton Freiburg. Man wollte nochmals alles probieren, um den Favoriten ins Schwanken zu bringen. Die Coaches Miriam Lötscher und Jonas Müller probierten gar nochmals einige taktische Kniffe aus. Stilarten und Gewichtsklassen wurden bei einigen Ringer gewechselt. Was aber gleich blieb ist, dass Luan Maliqi den Kampfabend eröffnete. Der 15-jährige traf bis 55kg Greco auf die internationale Svenja Jungo, welche im Oktober erst noch die Schweiz an der U23-WM in Las Vegas vertreten hatte. Maliqi ging zwar in Rückstand, doch zeigte dann eine taktische Meisterleistung. Mit zwei schönen Viererwertungen drehte der Tuggner den Kampf und stand gar kurz vor einem Schultersieg, aus welchem sich Jungo nur noch mit unerlaubtem Beineinsatz befreien konnte. Am Schluss gewann Maliqi mit 10:6. Dieser Schwung nahmen John Ani bis 125kg und Zia Durani bis 61kg (beide Freistil). Ani gegen Noah Schwaller und Durani gegen Jovica Papic lieferten sich je ein Duell auf Augenhöhe. Die Tuggner-Ringer profitierten dabei beide von ihrer Schnelligkeit und den guten Beinangriffen und kamen beide zu einem knappen Punktesieg. Bis 97kg Greco fand Dominik Streiff nicht richtig in den Kampf gegen die Sensler-Verstärkung Noé Oulevey. Der 31-jährige musste sich dem Sensler-Talent mit 1:8 geschlagen geben, konnte den Schaden aber in Grenzen halten. Nach überstandener Krankheit kehrte Florian Schärli auf die Matte zurück. In seiner ungeliebten Stilart bis 63kg Greco, musste sich der 20-jährige dem erfahrenen Bruno Zybach mit 0:10 geschlagen geben. Dies führte zu einer knappen 8:7-Pausenführung für die Heimmannschaft.
Tuggen dreht Kampf in 2. Halbzeit
Zum start in die 2. Kampfhälfte traf Lukas Lötscher bis 92kg Freistil auf den noch ungeschlagenen Matthias Käser. Der 19-jährige Tuggner blieb dabei ohne Chance und verlor mit 0:16. Einen ganz starken Kampf zeigte Jonas Müller in seiner ungeliebten Stilart bis 70kg Freistil. Der 25-jährige hatte den Freistil-Spezialisten Nathan Morier über die gesamte Kampfdauer im Griff und siegte klar mit 9:1. Beinahe schon gewohnt war es, dass Adrian Ulrich bis 82kg Greco in Rückstand geriet. Dominik Rothen ging mit einer schönen Viererwertung und zwei geschenkte Punkte vom Kampfrichter in Front, dies konterte Ulrich dann aber mit einem schönen Armzug und fixierte den Gegner gleich auf den Schultern zum vorzeitigen Sieg. Dasselbe gelang Florian Kessler bis 72kg Greco. Der Tuggner dominierte Robin Armand Guillaume im Standkampf und nutzte die Bodenlage wegen der Passivität des Senslers zum Schultersieg aus und entschied den Rückrunden-Kampf zu Gunsten der Märchler. Zum Abschluss gab es einen hitzigen Kampf zwischen Jan Faller und Kevin Adler bis 79kg Freistil. Der Kampf ging schlussendlich klar mit 16:0 an den Sensler.
Heimkampf um Bronze am Samstag
Mit dem 18:17-Sieg im Rückkampf gewinnt die Ringerriege Tuggen erstmals auswärts bei der Ringerstaffel Sense. Auch wenn es nicht mit dem Finaleinzug gereicht hat, hat Tuggen noch eine Chance auf das anvisierte Edelmetall. Im Kampf um die Bronzemedaille treffen die Märchler auf die zweite Mannschaft von den Willisau Lions. Die Luzerner verloren beide Halbfinal-Kämpfe gegen Hergiswil. Der Hinkampf findet diesen Samstag in der Riedlandhalle statt. Anpfiff ist um 20 Uhr. Der Rückkampf findet dann eine Woche später in Willisau um 18 Uhr statt, als Vorkampf vom NLA-Halbfinale Willisau gegen Einsiedeln.






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