Rückschlag im Medaillentraum für Tuggner-Ringer
Die Swiss Wrestling Challenge League (NLB) startete am Samstag in die heisse Phase. Die Ringerriege Tuggen eröffnete mit dem Heimkampf gegen die Ringerstaffel Sense die Playoffs. Die Gäste galten als Favoriten und wurden ihrer Rolle auch gerecht. Sense durfte ein (zu) hoher Sieg feiern und sorgte für einen kleinen Dämpfer bei den Märchlern.
Auf der Waage zeigte sich schon, dass es ein schwieriger, aber dennoch ausgeglichener Kampf für die Tuggner-Ringer geben würde. Tuggen ging mit einer deutlich jüngeren Mannschaft als Sense an den Start. Ganze neun Jahre waren die Tuggner im Durchschnitt jünger als die Freiburger. Während Tuggen einen Altersschnitt von zarten 21,2 Jahren hatte, lag der von Sense bei über 30 Jahren. Der jüngste Tuggner eröffnete zugleich den Abend. Der 15-jährige Luan Maliqi hatte bis 57kg Freistil keinen Gegner und siegte somit kampflos. Doch die Sensler machten diesen guten Start von Tuggen gleich zunichte und legte vier klare Siege in Serie hin. So bekundete Matthias Käser mit John Ani bis 130kg Greco keine Mühe. Der zweitbeste Punktesammler der Liga siegte mit technischer Überlegenheit. Immerhin gelang dem Tuggner an der Zone noch ein Punktgewinn. Bis 60kg Greco ging Jovica Papic gegen Ziaullah Durani früh durch einen Hüfter in Führung. Durani konnte sich nochmals befreien, doch lief kurz später gleich nochmals in einen Hüfter und konnte die Schulterniederlage nicht mehr abwenden. Bis 97kg Freistil traf Lukas Lötscher auf Noah Schwaller. Gleich zu Beginn schrammte der Tuggner knapp an einem überraschenden Punktgewinn vorbei. Daraufhin sammelte Schwaller Punkt für Punkt und holte sich eine Minute vor Ende den Sieg per technischer Überlegenheit. Bis 65kg Freistil kam Coach Miriam Lötscher zu ihrem ersten Auftritt in dieser Saison. Doch gleich zu Beginn nutzte Bruno Zybach seine körperliche Überlegenheit zu einem Schultersieg und damit zur hohen 16:5-Pausenführung aus.
Ausgeglichene 2. Halbzeit
Die zweite Kampfhälfte war deutlich ausgeglichener. Ein Beispiel war direkt der 1. Kampf nach der Pause bis 87kg Greco. Aus taktischen Gründen wurde der Tuggner-Teamleader Adrian Ulrich erneut in einer höheren Gewichtsklasse aufgestellt. Der Kampf gegen den Sensler-Leihringer Noé Oulevey war ein Auf und Ab, mit mehreren Führungswechseln. Am Ende setzte sich Ulrich hauchdünn mit 10:8 durch. Bis 67kg Greco ist der Sensler Pascal Jungo nicht gegen Jonas Müller angetreten und sorgte für einen zweiten kampflosen Tuggner-Sieg. Einen engen Kampf gab es bis 86kg Freistil zwischen Sky Hrasche und Jonas Schwaller. Schwaller führte knapp mit 2:0, bis sich Hrasche an der Schulter verletzte und nicht mehr weiterringen konnte. Die letzten beiden Kämpfe waren jeweils schnell vorbei. Bis 74kg Freistil machte Kevin Adler mit Ario Ahmodrand kurzen Prozess und siegte mit einigen Durchdrehern schnell mit technischer Überlegenheit. Ein bisschen mehr Gegenwehr konnte Jvan Pfister gegen Jan Faller bis 77kg Greco leisten. Dennoch zeigte der Sensler seine ganze Klasse und sorgte mit mehreren Aushebern noch in der 1. Halbzeit für die Entscheidung per technischer Überlegenheit.
Rückkampf in zwei Wochen
Schlussendlich zeigt das Resultat mit 25:15 klare Verhältnisse. Im Grossen und Ganzen darf man aber sagen, dass das Resultat ein wenig zu hoch ausfällt. Auch wenn einige junge Tuggner noch Lehrgeld bezahlen mussten, waren die Tuggner insgesamt nicht so weit weg wie das Resultat zeigt. Nun gilt es den Kampf so schnell wie möglich abzuhacken und beim Rückkampf in zwei Wochen Sense nochmals zu fordern und eventuell sogar die grosse Wende zu schaffen.






Kommentare