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Fünf Fragen an Simon Helbling

Name: Simon Helbling

Wohnort: Schübelbach

Alter: 35

Beruf: Teamleiter Elektroplanung

Zivilstand: verheiratet

Hobbys: Ringen, Tauchen und Familie

 

Simon Helbling ist als mehrmaliger OKP von Ringerwettkämpfen ein bereits erfahrener Funktionär. Als Präsident des Ostschweizer Ringerverband und neu auch von der Ringerriege Tuggen, wird es ihm sicher nicht langweilig. Wir stellen dem OKP der SM Tuggen ein paar Fragen.

 

1. Die Ringerriege Tuggen organisiert nach 2012 (Jugend), 2015 (Junioren) nun erstmals eine Schweizermeisterschaft für die Aktivringer (Damen und Herren), sowie die Kadettenringer (15-17 Jahre). Welche Bedeutung hat dies für die RR Tuggen?

Die Austragung der Schweizermeisterschaft für Aktivringerinnen und -ringer sowie Kadetten stellt für die Ringerriege Tuggen einen bedeutenden Meilenstein dar. Nach den erfolgreichen Durchführungen der Schweizermeisterschaften 2012 (Jugend) und 2015 (Junioren) zeigt sich damit, dass der Verein organisatorisch, sportlich und strukturell in der Lage ist, einen Grossanlass auf höchster nationaler Stufe zu realisieren. Für die RR Tuggen bedeutet dies eine grosse Anerkennung durch den Schweizer Ringerverband, eine starke Sichtbarkeit über die Region hinaus sowie eine wertvolle Motivation für Athletinnen und Athleten, Trainer, Funktionäre und Helfer. Gleichzeitig stärkt die Meisterschaft den Zusammenhalt im Verein und unterstreicht die nachhaltige Nachwuchs- und Vereinsarbeit, die in Tuggen seit Jahren geleistet wird.

2. Du wurdest als aktiver Ringer dreimal Schweizermeister. 2007 bei den Kadetten und 2010 bei den Junioren. 2018 wurdest du als Stammringer mit dem Team Tuggen 1.Liga Schweizermeister und vollbrachtest den erstmaligen Aufstieg in die NLB. Hast du noch spezielle Erinnerungen an diese Zeit?   

 

Ja, absolut. Vor allem mein erster Schweizermeistertitel war etwas ganz Besonderes. Ich bin eher spät zum Ringen gestossen und war klar in der Aussenseiterrolle. Die Atmosphäre in der Halle, die Spannung und das Gefühl, beobachtet zu werden, waren überwältigend. Trotz – oder vielleicht gerade wegen – dieser Ausgangslage konnte ich befreit ringen. Dieser erste Titel hat sich tief eingebrannt, weil er gezeigt hat, dass alles möglich ist, wenn man an sich glaubt und im richtigen Moment abliefert.

 

Die Zeit mit Tuggen 2018 war aber nochmal etwas ganz anderes. Als Stammringer und Team-Capitan Teil eines ehrgeizigen Teams zu sein, das ein gemeinsames Ziel verfolgt, hat unglaublich viel bedeutet. Der Zusammenhalt, die Stimmung in der Halle, die Spannung an den Wettkampftagen – das war speziell. Der erstmalige Aufstieg in die NLB war kein Einzelmoment, sondern das Resultat von Vertrauen, Einsatz und vielen kleinen Opfern jedes Einzelnen. Zu wissen, dass man Vereinsgeschichte mitschreibt, bleibt hängen.

 

Was mir am stärksten geblieben ist, sind weniger die Medaillen, sondern die Menschen: Trainer, Teamkollegen, Betreuer – und diese Mischung aus Druck, Freude und Stolz. Diese Zeit hat mich nicht nur sportlich, sondern auch menschlich sehr geprägt.

 

3. Ringen ist ein harter Zweikampf. Kannst du dem Laien eine der ältesten olympischen Sportarten überhaupt kurz vorstellen?

 

Ringen gehört zu den ältesten Sportarten der Menschheit – schon in der Antike war es fester Bestandteil der Olympischen Spiele. Im Kern ist es ein Zweikampf ohne Schläge oder Tritte: Zwei Athleten versuchen, den Gegner mit Technik, Kraft und Taktik zu kontrollieren und auf die Matte zu bringen.

Ziel ist es, den Gegner auf beide Schultern zu zwingen (das nennt man Schultersieg). Gelingt das nicht, entscheidet die Punktwertung. Punkte gibt es für gelungene Würfe oder das Beherrschen des Gegners.

Es gibt zwei olympische Stilarten:

• Freistil: Angriffe an Beinen und Oberkörper sind erlaubt.

• Griechisch-römisch: Hier dürfen keine Griffe unterhalb der Hüfte angesetzt werden – das macht Würfe spektakulär und kraftbetont.

Trotz seiner Härte ist Ringen ein hochgradig fairer und regelgebundener Sport, der Respekt, Körperbeherrschung und mentale Stärke erfordert. Kurz gesagt: ein Duell auf Augenhöhe, bei dem Köpfchen genauso wichtig ist wie Muskelkraft.

 

4. Das OK war fleissig an der Vorbereitung, wie sieht der aktuelle Stand der Arbeiten aus?

 

Das OK war in den vergangenen Monaten sehr aktiv und konnte bereits einen grossen Teil der Vorbereitungsarbeiten erfolgreich abschliessen. Die Organisation der Wettkampfstätten, die Koordination mit Swiss Wrestling sowie die Planung von Infrastruktur und Helfereinsätzen sind weit fortgeschritten. Auch in den Bereichen Sponsoring und Verpflegung wurden wichtige Abklärungen getroffen. Aktuell liegt der Fokus auf der Feinplanung, der Detailkoordination mit den beteiligten Vereinen und Funktionären sowie der finalen Abstimmung der Zeitpläne, damit die Schweizermeisterschaft reibungslos und auf hohem sportlichem Niveau durchgeführt werden kann.

5. Was erwartet den Besucher am Samstag 2. Mai in der Tuggner Riedlandhalle?

Am Samstag, 2. Mai, verwandelt sich die TuggnerRiedlandhalle in das Zentrum des Schweizer Ringsports. Die Besucherinnen und Besucher erwartet Ringsport auf höchstem Niveau mit den besten Athletinnen und Athleten des Landesund nahem Ausland, die in den Kategorien Aktive, Kadetten und Frauen um die begehrten Schweizermeistertitel kämpfen. Spannung, Emotionen und spektakuläre Duelle auf der Matte sind garantiert. Eine mitreissende Wettkampfatmosphäre, sowie eine abwechslungsreiche Festwirtschaft machen den Anlass zu einem echten Highlight für Sportfans, Familien und alle, die den Ringsport hautnah erleben möchten.



 
 
 

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