
Wenn das Ringerlied erklingt
- Hansruedi Ulrich

- vor 3 Tagen
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Vor kurzem fand die 57. Generalversammlung der Ringerriege Tuggen (RRT) statt. Präsident Ueli Bamert durfte zum Jahresrückblick im Restaurant Kapellhof in Tuggen 41 Anwesende begrüssen.
Speziell begrüsste Bamert die Delegation des STV Tuggen,vertreten durch Präsidentin Ilona Knobel und Rebekka Widrig, den ehemaligen RRT- Präsident Josef «Güsi» Geisler, sowieSimon Helbling, Präsident des ORV. Bei der Totenwache gedachte man zwei verstorbenen Mitgliedern. In seinem letzten Präsidentenbericht hielt Bamert Rückschau aufs verflossene Vereinsjahr. Bamert erwähnte zahlreiche Aktivitäten. Der Zentralschweizer Ringertag im Vorderthal, die Vereinsreise nach Lausanne ins olympische Museum und die intensive NLB-Saison blieben ihm speziell in Erinnerung.Die Zusammenarbeit im Verein laufe rund und das Teamwork zwischen Vereinsführung und Sportlern sei gut. Auch sei manimmer mit vollstem Einsatz dabei um für die RRT ein gesundes Fundament zu schaffen. Erfreut zeigte sich Bamert wie die RRT sich verändert habe. Man sei zwar immer noch ein kleiner Verein, doch viel breiter aufgestellt als in der Vergangenheit, als die ganze Verantwortung nur auf wenigen Schultern lag. Einzig beim Nachwuchs besteht grosser Handlungsbedarf. Die Rekrutierung junger Sportler sei aber in der heutigen Zeit auch in anderen Vereinen eine grosse Herausforderung. Zuletzt bedankte sich Bamert bei allen treuen und fleissigen Helfern, seinen Vorstandskameraden,dem Silbersponsor die Mobiliar Versicherung Generalagentur Lachen, dem Teamspirit Sponsor Impuls Event Tuggen, denKiRi Sponsoren K+B Gipsergeschäft GmbH Tuggen und Fahrschule Gemperli Wangen, sowie bei allen anderenBronze- und Materialsponsoren. Ohne deren finanzielle Unterstützung sei ein derart intensives Programm als NLB-Verein durchzuführen gar nicht möglich.
Topresultate im Sägemehl
Mit zittrigen Händen präsentierte die neue technische Leiterin Miriam Lötscher zum ersten Mal ihren Jahresbericht. Vor allem im Sägemehl zeigten sich die Tuggner richtig stark. Neun Kränze, davon fünf Kranzfestsiege waren eine tolle Ausbeute. So siegten Adrian und Roman Ulrich am Aargauer, sowie Jonas Müller, Adrian Ulrich und Fredi Bruhin am Zentralschweizer Ringertag in Vorderthal. Die jungen Ben Schoch und Jonas Steiner durften zum ersten Mal vor die Ehrendamen knien. An den Schweizermeisterschaften gab es bei den Aktiven durch Miriam Lötscher (1.), und Fritz Reber (3.) zwei Medaillen. Jonas Müller (4./5.), Adrian Ulrich (4.) und Sky Hrasche (6.) belegten gute Diplomränge. In den jüngeren Kategorien holten sich Luan Maliqi (2./3.), Jonas Steiner (2.) und Tim Pfeiffer (3.) nationales Edelmetall. International konnten Miriam Lötscher und Luan Maliqi Medaillen erobern und am ersten Schweizer Ringerturnier in Winterthur gab es Siege durch Adrian und Roman Ulrich, sowie Medaillengewinne durch Mergim Mailqi und Damian Ulrich. Gesamthaft erkämpfte sich die RRT 56Auszeichnungen. In ihrem sportlichen Bericht zog Lötscherauch über den Einsatz der drei Mannschaften Bilanz. Das Jugendteam konnte in der ORV Mannschaft Meisterschaft in der 2. Stärkeklasse Silber gewinnen. DieMannschaftsmeisterschaft der Aktiven wurde zu einer personellen Herkulesaufgabe. Die Verletzungshexe schlug so unerbittlich zu, dass man das 1. Liga Team wegen zu wenig Ringer zurückziehen musste. Beim NLB-Team kämpften sich mehrere Stammringer trotz Verletzungen fast die ganze Saisonfür ihr Team durch. Dass man am Ende Bronze um einen lumpigen Punkt verpasste, sah Lötscher nicht nur als Enttäuschung, sondern auch als Antrieb hart weiterzuarbeiten.Fritz Reber wird die RRT als Kämpfer verlassen um für einen NLA-Verein auflaufen zu können. Für die RRT ein schmerzhafter Verlust, sie wünscht dem Vorderthaler Kämpfer aber auch in der Fremde eine erfolgreiche und vor allem verletzungsfreie Zukunft.
Vereinsführung erneuert
Kassier Damian Ulrich musste in seiner Jahresrechnung von einem Minus in der Kasse berichten. Zwei Ringer wurden alsAktivmitglieder und drei als Mitringer aufgenommen. Bei den Wahlen gab es einen Führungswechsel. Simon Helbling löste Ueli Bamert als Präsident ab. Der Routinier geht der RRT aber nicht verloren, sondern übernimmt von seiner Ehefrau Anneliese Bamert den Materialwart. Der junge Lukas Lötscher wurde als neuer Beisitzer in den Vorstand gewählt. Alle anderen zur Wahl stehenden Funktionäre wurden bestätigt.
Schweizermeisterschaft der Aktiven in Tuggen
Das kommende Arbeitsjahr ist für die RRT gespickt mit Turnieren und diversen Anlässen und Arbeitseinsätzen. Sportlicher und organisatorischer Höhepunkt wird die Freistil Schweizer-meisterschaft der Aktiven und Kadetten am Samstag 2. Mai unter der Leitung von OKP Simon Helbling werden. An dieser SM werden an die 200 besten Ringer/innen der Schweiz kämpfen. Am 4. Juli wird die RRT am Langhaubertreffen in Galgenen als Helfer mitwirken. Weiterfolgt ein intensiver Herbst mit Riedlandfest und Mannschaftsmeisterschaft. Und als Abschluss wird die RRT wieder am Tuggner Turnerkränzli mitwirken. Mit grosser Spannung wurde jeweils die Ehrung des RRT Vereinsmeisters Aktive erwartet. Die Messlatte um überhaupt in die Nähe desbegehrten Pokals zu kommen liegt seit vielen Jahren enorm hoch, dafür braucht es solide Leistungen das ganze Jahr hindurch. Dabei machte wieder Adrian Ulrich das Rennen,dicht gefolgt von Jonas Müller, Fritz Reber, Roman Ulrich und Miriam Lötscher. Ulrich verdiente sich diesen Erfolg mit guten Einzelklassierungen und einer starken NLB-Saison, wo er regelmässig Punkte sammelte. Um für fleissigen Trainingsbesuch geehrt zu werden braucht es pro Jahr 50besuchte Einheiten. Diese Limite schafften 11 Ringer. Der fleissigste war Luan Maliqi mit 120 Trainings, gefolgt von Adrian Ulrich (114) sowie Matus Kusin (110). Als ältestes Versammlungsmitglied wurde Fredi John mit einer Flasche Wein beschenkt. Für zehn Jahre sehr aktive Vereinszugehörigkeit wurde Roman Ulrich zum Freimitglied ernannt. Und als Anerkennung für ihren Jahrzehntelangen unermüdlichen Einsatz für die RRT wurde Anneliese Bamert die wohlverdiente Ehrenmitgliedschaft verliehen. Als Abschluss wurde die gelungene GV mit dem vielstimmigen Ringerlied aus voller Brust und rauen Kehlen gesungen. Sehr schnell war dabei hörbar, dass die Tuggner ihr Talent als Kämpfer auf der Matte und beileibe nicht als Chorknaben besitzen.
HRU





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