Showdown auf der Ringermatte
- Hansruedi Ulrich

- vor 2 Tagen
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Am Samstag wird Tuggen zum Treffpunkt der besten Ringerinnen und Ringer im Land. Die Ringerriege Tuggen organisiert mit den Aktiv/Kadetten Schweizermeisterschaften im freien Stil ihren bisher grössten Ringeranlass auf der Matte überhaupt.
Die Ringerriege Tuggen ist bekannt dafür, regelmässig Wettkämpfe zu organisieren. Der kleine NLB-Klub aus der March scheut für die Förderung des Ringsports absolut keine Mühen. Dabei sind die Tuggner oft auf zwei Bühnen unterwegs. So werden nicht nur die traditionellen Ringertage im Sägemehl gefördert, sondern auch das olympische Ringen auf der Matte. Mannschaftsmeisterschaften, Nachwuchsturniere oder Schweizermeisterschaften, die Palette ist lang. Innerhalb von Swiss Wrestling und des Ostschweizer Ringerverbands gibt es für die Vergabe der Anlässe seit Jahren einen Verteilerschlüssel. Und kommen die Tuggner zum Zug, schlagen sie auch zu. Dank der perfekten Infrastruktur in der Tuggner Riedlandhalle, bieten sich auch ideale Voraussetzungen um solche Anlässe durchzuführen. So zum Beispiel 2012 als die SM der Jugend (12-14 Jahre), oder 2015 die der Junioren (18-20 Jahre) in der Heimhalle durchgeführt wurden.
Erfahrenes OK gibt sein Bestes
Manchmal ist es für einen kleinen Verein mühsam, grosse Anlässe zu organisieren. Die Helferzahlen sind jeweils nicht riesig. Von klein bis gross, alle müssen am gleichen Strick ziehen. Und doch schaffen es die Tuggner immer wieder selbst grösste Anlässe gut zu organisieren. So zum Beispiel 2018 den Zentralschweizer Ringertag in Tuggen, mit 320 Ringern und vielen Zuschauern. Der Vorteil ist aber auch, dass viele erfahrene Leute im OK mitwirken. OKP Simon Helbling hatte diese Position schon oft inne und ist erfahren. Zum zweiten Mal ist der Vize Jonas Müller (Personal) in einem OK. Ansonsten ist das Tuggner SM-OK gespickt mit alten Hasen. Ueli Bamert (Bau-Infrastruktur), Manuela Ulrich und Anneliese Bamert (Festwirtschaft), Damian Ulrich (Kasse), Felix Bamert (Verkehr) Miriam Lötscher (Anmeldewesen) und Hansruedi Ulrich (Presse/Sponsoring) geben alles, damit es an der SM bestens klappt. An den letzten Freistil Meisterschaften waren jedes Mal knapp 200 Sportler zugegen. Aufgrund Tuggens zentraler Lage kalkulierte das OK bei ihren Vorbereitungen aber höher. Und tatsächlich, derzeit sind knapp 250 Ringerinnen und Ringer angemeldet.
Königsdisziplin des Ringens in Tuggen
Bekanntlich gibt’s ja im Ringen zwei Stilarten. Griechisch-Römisch (Greco, ohne aktiven Beinkontakt) und der freie Stil. Während der Greco Stil vielfach durch Taktik, Kraft und Stehvermögen geprägt ist, gilt der freie Stil als technisch filigraner und dadurch attraktiver. Nicht immer gewinnt der körperlich stärkere Ringer. Dadurch ist diese Stilart bei den Kämpfern beliebter, dies belegen die jeweiligen Teilnehmerzahlen deutlich. An der SM in Tuggen kämpfen am Samstag die Kadetten (15-17 Jahre) und die Aktiven Herren und Damen um die begehrten Medaillen und Titel. Während es bei den Kadetten und Aktiven Herren eine reine Schweizer Angelegenheit wird, ist der Wettkampf bei den Frauen offen. Das heisst, es dürfen auch ausländische Ringerinnen starten, derzeit sind welche aus Frankreich, Deutschland und der Ukraine gemeldet. Der Samstag wird für alle früh beginnen und lang werden. Anmeldungen, Wiegen, Medizin- und Lizenzkontrollen müssen durch, ehe um 9.30 Uhr der Wettkampf mit einem grossen Einmarsch beginnt. Die Finalkämpfe dürften so gegen 20.00 Uhr erwartet werden. Für Besucher die spannenden Ringsport beobachten wollen, ist der Eintritt frei. Für Speis und Trank wird mit Menüs und Grilladen das Tuggner Festwirtschaftteam mit viel Einsatz gesorgt.
Wie stehen die Tuggner Chancen?
Das Niveau an der SM in der Riedlandhalle wird zweifellos hoch sein. Erfahrungsgemäss sind die Tuggner im Greco Stil stärker einzuschätzen als im Freistil. So holten sich an der Greco SM vor kurzem in Martigny Jonas Müller und Remo Huber Edelmetall. Als grösster Tuggner Trumpf darf die technische Leiterin Miriam Lötscher bezeichnet werden. Die fünffache Schweizermeisterin wird alles geben um ihren Titel zu verteidigen. Bei den Frauen gehen für Tuggen weiter Kristina Kamberi und Carmen Laimbacher an den Start. Bei den Aktiven und Kadetten gehen Jonas Steiner, Jonas Müller, Remo Huber, Oleksander Hospod, Luan und Mergim Maliqi, Ben Schoch, Ziaullah Durani, Adrian Ulrich, Jvan Pfister und Sky Hrasche an den Start. Man darf mit Spannung beobachten, ob einem der Tuggner ein Medaillengewinn gelingt.
HRU






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